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Autor Thema: BwF führt mobiles Frühwarnerkennungssystem ein...  (Gelesen 982 mal)

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    Die Abteilung Fähigkeitsentwicklung (FE) des Zentrum Brandschutz der Bundeswehr (ZBrdSchBw) hat über zwei Jahre im Untergrund Testflüge unter strengster Geheimhaltung in der Altmark durchgeführt.

    Nun werden sich die Leser fragen um was für Testflüge es sich handelt. Im Rahmen der Waldbrandfrüherkennung hat das ZBrdSchBw erstmal 35 Feuerwehr Drohnen beschafft. Diese hochentwickelten Feuerwehr-Drohnen sollen Ihren Dienst erst einmal auf dem stark frequentierten Truppenübungsplatz Bergen aufnehmen.

    Die taktische Vorgehensweise der kleinen Drohnen ist bereits bis ins Detail festgelegt, so der scheidende Leiter des Zentrum Brandschutzes der Bundeswehr. Ebenso berichtete er auf seiner letzten Tagung für die Leiter der Feuerwehren in Sonthofen, dass die dafür notwendige Infrastruktur für die kleinen „Feuerauffinder“ bereits vor Ort installiert ist und dort für die nächste "Brand-Saison" schon zur Verfügung steht.

    Die Bundeswehrfeuerwehr startet somit nun mit den leichten Drohnen ihre unbemannte Luftaufklärung im Bereich der Waldbrandfrüherkennung auf Truppenübungsplätzen. Die sogenannten Micro Air Vehicle (MAV) sind Drohnen von maximal 50 cm Größe. Die mit vier Propellern angetriebene Drohne ist allwetterfähig und liefert über Funk Bilder in Echtzeit an eine Bodenstation. Erkannte Entstehungsbrände werden direkt an das Lagezentrum des ZBrdSchBw weitergeleitet und ausgewertet. Selbstverständlich auch parallel zur Feuerwache wo eigens dafür zwei Dienstposten geschaffen wurden die sich ausschließlich um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr-Drohnen kümmert.

    Hierfür wurde der Dienstposten „Leiter Mobile Frühwarnerkennung Feuer“ geschaffen, nebst Stellvertreter. Die Dienstposten wurden mit A09z bzw. A9 dotiert und sind in den IS-Org Grundlagen im Intranet der Bundeswehr bereits einzusehen.

    Die Drohnen verfügen über eine IR-Kamera bzw. ist sind sie GPS überwacht und liefern auch nachts hochaufgelöste Videos. Die Akku-Reichweite des Drohnensystems wurde so gewählt, dass ihr Einsatzradius das komplette Areal des Truppenübungsplatzes abdeckt, Ausschlag gebend ist die Anzahl der MAV’s als Verbundsystem in der Fläche, hierfür stehen 7 Drohen-Schwärme zur Verfügung.

    Ein Schwarm besteht aus 5 Drohnen wobei ein Schwarm jeweils über eine Staffeldrohne verfügt die ggf. je nach Softwarestand den Schwarm auch autark führen kann. Die Drohnen wiegen knapp 2 Kilo und müssen somit laut Drohnenverordnung vom 06. April 2017 (Herausgeber Bundesverkehrsministerium) mit einer Namensplakette versehen werden.

    Diese geben Auskunft über den Besitzer und Adresse. Generell dürfen diese Drohnen mit dieser Gewichtsklasse nur in Sichtweite geflogen werden aber auch hier gibt es Ausnahmen für die Bundeswehr...

    Der Kurs der Drohne ist vom Grundsatz vorprogrammiert, hierfür wurden die Waldkarten des Bundesforstes vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen neu ausgewertet. Der Flugkurs kann aber auch während des Fluges von der Bodenkontrollstation per Funk geändert werden. Die Kamera wird von der Bodenstation aus gesteuert. Die Landung erfolgt notfalls bei Stromausfall an einem Fallschirm. Beim Aufsetzen auf dem Boden dämpfen winzig kleine Airbags den Aufprall.

    Das Fluggerät ist nach wenigen Stunden wieder einsatzbereit. Das System besteht aus einer festen Bodenanlage, zwei mobile Überwachungs-/Bergungssysteme und 35 Drohnen. Als mobiles Überwachungs-/Bergungssystem wurden zwei Mercedes-Benz 250 GD Wolf gl (jeder kennt sie noch, ehemaliger Krankenkraftwagen (KrKw), auch als "San-Wolf" bekannt und ursprünglich vorgesehen als Einsatzleit-Kraftfahrzeug) dafür wieder ins Leben gerufen.

    Diese hervorragende System-Lösung minimiert die Eingreifzeit der Einsatzkräfte. Sie können deutlich schneller auf Entstehungsbrände reagieren.

    Die Ausbildung der Zwei Dienstposteninhaber wird im Bereich der Luftwaffe durchgeführt. Das unbemannte Aufklärungsluftfahrzeug Heron 1, bei der deutschen Luftwaffe, wird durch Drohnenpiloten geführt. Sie bedienen ein hochentwickeltes, ferngesteuertes Fluggerät und kennen sich mit allen bord- und bodengestützten Systemen aus. Die Grundlagen und die damit verbundene ATN werden dem „Feuerwehrbeamten“ dort genauso vermittelt wie die des mil. Personals.

    Das u. a. Bild zeigt ein Schwarm aus MAV’s die Anlässlich eines „Flying Display“ dem Kommandanten des Truppenübungsplatzes in Bergen vorgestellt wurden. Der Kommandant zeigte sich beeindruckt und sicherte seine uneingeschränkte Unterstützung zu. Sollte sich der Einsatz auf dem Truppenübungsplatz Bergen bewähren, so ist der Einsatz auf den anderen 12 verbleibenden Standorte der Truppenübungsplätze nur noch eine Frage der der Zeit...



    Kleiner Nachtrag am Rande, die Stellenausschreibungen für diese Dienstposten werden in der kommenden Woche im Intranet der Bundeswehr, bei der zweiten große Charge der Ausschreibungswelle, online eingestellt.
    Gruß Martin ;-)

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    Tja... der 1. April ist vorbei.

    Ich hoffe der eine oder andere konnte sich über die "neue" Errungenschaft etwas freuen  ;D   ;D
    Gruß Martin ;-)

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