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Autor Thema: Wie ist das mit der Beihilfe / Krankenversicherung für Beamte?  (Gelesen 11559 mal)

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  • Martin

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    Private Krankenversicherung (PKV) für Beamte

    Beamtinnen und Beamte sind von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreit. Die Beihilfe (Anspruch) deckt die im Krankheitsfall entstehenden Kosten zu einem Teil ab. Eine Verpflichtung zum Abschluss einer privaten Krankenversicherung besteht jedoch nicht, ist aber zur Absicherung der über den Beihilfeanspruch hinausgehenden Restkosten (Beihilfeanspruch 50 % bis 80 %) empfehlenswert, denn nur der eine private Krankenversicherung hat, hat auch einen Anspruch auf Beihilfe! Man spricht hier von einer sogenannten Restkostenversicherung die dieses Kosten abdeckt.

    Es besteht aber noch eine andere Möglichkeit sich zu versichern (kleine Anmerkung noch dazu; siehe weiter unten)

    Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für Beamte

    Beamte sind in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht pflichtversichert. Jeder Beamte kann frei entscheiden ob er eine PKV oder GKV abschließen möchte. Der Beamte kann sich aber auch als freiwilliges Mitglied in einer GKV versichern lassen, wobei in der GKV kein Beihilfeanspruch besteht. Allerdings sollte man sich einiges vor Augen führen um sich zu entscheiden:

    - Beitragsbemessung -> 14,6 % zuzgl. Kassen-Zusatzbeitrag in Prozent des Bruttoeinkommens.
    - Der Beitragshöchstsatz kann maximal bis zu einem Einkommen von 49.500 Euro jährlich erhoben werden.
    - Alleinige Beitragszahlung (einen Arbeitgeberzuschuss oder Beihilfezuschuss gibt es nicht).
    - Entschließt sich der Versicherte, Mitglied in der privaten Krankenversicherung zu werden, muss er sich von der GKV
      befreienlassen. Diese Befreiung ist unwiderruflich.

    Die Beihilfeansprüche und Beihilfebemessungssätze in der Krankenversicherung für Beamte bleiben im Wesentlichen unberücksichtigt, da die GKV die meisten Kosten einer medizinischen Leistung erstattet. Durch die Berechtigung zur Beihilfe haben Beamte keinen Anspruch auf einen Beitragszuschuss zur Krankenversicherung. Diese Berufsgruppe muss in der gesetzlichen Krankenversicherung den vollen Beitrag zahlen, obwohl ihm durch die Beihilfeberechtigung eine finanzielle Unterstützung von mindestens 50 Prozent zu den Behandlungskosten zustehen würde.



    Für die Beantragung von Beihilfe gibt es entsprechende elektronische Formulare und Merkblätter beim Bundesverwaltungsamt (BVA):
    • Einen Antrag "Beihilfeformular mehrseitig" für Beschäftigte bei der Bundeswehr, dieses Formular benutzen wenn ihr erstmalig einen Antrag stellt oder bei Änderungen in den persönlichen Verhältnissen denn sind durchgängig wieder vollständige Angaben notwendig! Hier werden Grunddaten abgefragt die für die Beihilfe (Festsetzungsstelle) notwendig sind.
    • "Antrag auf Beihilfe - Kurzantrag" für Beschäftige bei der Bundeswehr, dieser Antrag ist nur zu verwenden, wenn sich keine Änderungen gegenüber der letzten Antragsstellung mit dem "Beihilfeantrag mehrseitig" bei den Fragen 1 - 9 ergeben haben und die Fragen 10 - 17 nicht zutreffen. (Bei Arztrechnungen für die Ehefrau ist der "Beihilfeantrag mehrseitig" zu verwenden.

    Hinweis:
    Den Beihilfeantrag "Kurz" kann man durchaus aber auch für die Ehefrau nehmen, einige Beihilfestellen akzeptieren auch diesen Antrag - "Versuch macht Klug".

    Hier der externe Link zum BVA -> Weitere Vordrucke rund um das Thema Beihilfe

    Hier der externe Link zum BVA -> Informationen und Merkblätter zur Beihilfe

    Hier der externe Link zum BVA -> FAQ: Häu­fig ge­stell­te Fra­gen zumT­he­ma Bei­hil­fe
     
    Die Bundesbeihilfeverordnung regelt in der Bundesrepublik Deutschland die Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen der Bundesbeamten.

    Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) -> http://bundesrecht.juris.de/bbhv/index.html

    Einige Beispiele wie die prozentuale Verteilung zur Beihilfe vs. Krankenversicherung (KV) ist; (Prozentangaben beziehen sich hier auf die Kostenerstattung):
       
    • Beamter ledig, ohne Kinder -> 50% Beihilfe berechtigt und Restversicherung auch bei 50% einer priv Krankenversicherung (KV) bedeutet das du die Arztkosten bei der Beihilfe zu 50% erstattet bekommst und die anderen 50% über deine priv KV zurück bekommst.
    • Beamter verheiratet, ohne Kind(er), -> 50 % Beihilfe für Mann. Frau 70%, der Rest ist entsprechend über priv KV abgedeckt.
    • Beamter verheiratet, 1 Kind -> 50 % Beihilfe für Mann. Frau 70% und für das Kind 80%, der Rest ist entsprechend über priv KV abgedeckt.
    • Beamter verheiratet, 2 Kinder oder mehr -> 70 % Beihilfe für Mann u. Frau und für die Kinder 80%, der Rest ist entsprechend über priv KV abgedeckt.
    • Sind beide Elternteile nach der Bundesbeihilfeverordnung beihilfeberechtigt, kann nur ein Elternteil den Bemessungssatz von 70 % erhalten. Der Bemessungssatz wird bei dem Beihilfeberechtigten erhöht, der die familienbezogenen Besoldungsbestandteile für mehr als ein Kind tatsächlich bezieht. Dies gilt für alle Aufwendungen der Kinder, für die nach dem 13. August 2009 Beihilfe gewährt wird.
    Im Regelfall soll man laut der Beihilfestelle (übrigens geht das über die Wehrbereichsverwaltung, dort Festsetzungsstelle) ab einem Arztkosten Betrag von 200 € den Antrag einreichen. Ausnahme: Wird innerhalb von zehn Monaten diese Summe nicht überschritten, kann Beihilfe beantragt werden, wenn die Aufwendungen mehr als 15 € betragen. Bitte beachtet die einjährige Antragsfrist. Der Antrag muss innerhalb eines Jahres nach Entstehen der Aufwendungen (Datum der Rechnung / Apothekenabgabestempel) bei der zuständigen Beihilfestelle eingegangen sein.

    Ein kleiner Hinweis sei mir noch gestattet, ich kenne Beamte die sich zu 100% freiwillig bei einer gesetzlichen KV z.B. AOK versichert haben, ja das geht auch.....? Beiragssatz wird denn vom Brutto berechnet. Ich persönlich rate hiervon dringlichst aus zwei Gründen ab.
       
    • viel zu hohe Beitragssätze
    • Wir leben in einer zwei Klassengesellschaft was die KV angeht und private KV ist so wie ich finde vorzuziehen, bessere Leistungen!
    Bleibt noch die Frage wo ist es am günstigsten?

    Hier mußt du dir Angebote einholen, ich perönlich kann nur sagen das die HUK Coburg mich bislang nie im Stich gelassen hat und eigentlich durchweg gute Kritiken bekommt. Viele meiner Kol. sind auch dort.

    Der Beitrag der KV hängt von deinem sozialen Stand ab:
       
    • Alter
    • ledig o. verh.
    • Kinder ja / nein
    • Gesundheitliche Risiken die man evtl. hat -> der sogenannte Risikozuschlag
    « Letzte Änderung: 13. Juni 2015, 12:20 Uhr von Martin »
    Gruß Martin ;-)

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    Folgende Mitglieder bedankten sich: a2schit



    a2schit

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    • Letzter Login :15. Dezember 2017, 08:57 Uhr
    • der Weg ist das Ziel!
    Moinsen zusammen,

    wäre über Erfahrungswerte der PKV dankbar....
    Gruß
     


    Rainer

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    • Letzter Login :05. Dezember 2017, 14:59 Uhr
    Bin bei der DBV und voll zufrieden. Klappt immer alles reibungslos.

    Gruß

    Rainer
     


    Flohfeuerwehr

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    Das kann ich nur bestätigen.
     



    lampuser

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    Ich: Debeka. Auch alles Top.

    Die schenken sich ehrlich alle kaum was. Bei mir sind nunmal alle Freunde bzw. Bekannte auch in der Debeka, so hat sich das ergeben.
    Jedoch muss man die Leistungssbeschreibung vergleichen.
    Die ein paar Euro hin oder her machen meist was  im Leistungskatalog aus (Leistungen für Brille oder Zahnersatz).
    So zumindest habe ich es bei meinen Recherchen zu Beginn vor meiner Beamtenlaufbahn festgestellt.
     


    elagabalu

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    • Letzter Login :27. November 2017, 10:50 Uhr
    ich- HUK- und auch sehr zufrieden bis jetzt. Lieber wäre mir aber freie Heilfürsorge  ;D und ne private Zusatzversicherung. Wobei ich sagen muss das mir Einzelsuite und Behandlung vom Generaldirektor auch nicht so wichtig ist, nützt eh nix wenn kein Einzelzimmer frei ist (schon gehabt).
     


    a2schit

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    • Letzter Login :15. Dezember 2017, 08:57 Uhr
    • der Weg ist das Ziel!
    ich- HUK- und auch sehr zufrieden bis jetzt. Lieber wäre mir aber freie Heilfürsorge  ;D und ne private Zusatzversicherung. Wobei ich sagen muss das mir Einzelsuite und Behandlung vom Generaldirektor auch nicht so wichtig ist, nützt eh nix wenn kein Einzelzimmer frei ist (schon gehabt).

    Na ja, der "Generaldirektor" wird mit sicherheit nur unterschreiben. Operieren tut dich trotzdem der lümmelige Assistenzarzt..  ;D :D ;)
    Aber die Unterschrift wird bezahlt.....
     


    Jimmy

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    • Letzter Login :15. Dezember 2017, 16:29 Uhr
    DBV, Debeka, HUK, sind diese Empfelungen aus älteren Posts noch aktuell?
     


    Wird ja bald ernst, wird Zeit sich zu Versichern....
     



    fwone

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    • Letzter Login :Heute um 09:44
    Lass dir von verschiedenen Krankenversicherer ein Angebot geben und entscheide nach Preis/Leistung. Es spielen viele Faktoren eine Rolle..... Alter, Vorerkrankung etc.
     


     

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